Raccoon City – For Nobody, Nowhere

By | Plattenkoffer, Records
Raccoon City
For Nobody, Nowhere

Dog Knights Productions
VÖ: 10.08.2021

Puh. Nach ihren saustarken Vorabsongs “Carnation” und “Nocturnus” war die Messlatte für den kommenden Langspieler der australische Screamo/Post-Hardcore Band Raccoon City auf einer äußerst hohen Ebene gelegt worden. Die früher auf den Namen Raccoon City Police Department hörende Band spuckte bereits am 10. August “For Nobody, Nowhere” aus und beendete nach ihrem 2014er Release “Nightlife” eine fast sieben jährige Ruhephase. Kürzlich erschien auch endlich das Vinyl zu “For Nobody, Nowhere”. Ein transparentes Grün mit einem Rot/Schwarz verschwommenen Klecks in der Plattenmitte. Read More

The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die – Illusory Walls

By | Records
The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die
Illusory Walls

Epitaph
VÖ: 08.10.2021

Mit “Illusory Walls” kehrt eine Band auf Albumlänge zurück, die in meiner Vergangenheit schon für einige Gänsehautmomente gesorgt hat. Zuletzt, als das aus Connecticut kommende Kollektiv mit der Sunny Day Real Estate Coverversion von “In Circles” ablieferte. The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die (TWIABP) fühlen sich wie letzte Überlebende einer in den 00er Jahren forcierten Emorockgeschichte an, die irgendwo zwischen Broken Social Scene und mewithoutyou ihren Platz gesucht und gefunden hat. Nach dem Durchbruch mit ihrem zweiten Album “Harmlessness” (2015), dem anschließenden Fast-Ende der Band und dem Aufrappeln mit dem erstaunlichen Album “Always Foreign” (2017), markiert “Illusory Walls” nun das vierte Kapitel des Quintetts. Read More

No Kill – Gold Chorus

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No Kill
Gold Chorus

Substitute Scene Records
VÖ: 25.06.2021

Und dann war da auf einmal diese Stimme, diese Leichtigkeit, bei der ich wieder einmal spürte, wie sehr mich Musik tragen kann. Als ich No Kill entdeckte, hatte mich nur eine kleine Melodie gepackt und das Wissen, dass da Leute im Dunstkreis waren, die ich mochte und deren künstlerischer Output mich begeistert. Die ersten Klänge von No Kills “Swooning” sind einfach so stimmig, so besänftigend und voller Anmut, dass ich ständig auf Repeat drücken musste und ich fast vermute, die 8.000 Spotify-Listenings sind alle von mir. Ich habe Mazzy Star im Kopf, die Pixies, Kate Bush, Jesus And Mary Chain, Kevin Shields. Shoegazig verschwimmt äußerst elegant Pop mit Independent. No Kill ist das Soloprojekt der aus Brooklyn, New York kommenden Musikerin Jamie Cogar. Ab heute steht das bei Substitute Scene Records herauskommende Debütalbum “Gold Chorus” in den digitalen Plattenläden. Das Vinyl soll im September kommen. Read More

Yoga – Amnesie

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Yoga
Amnesie

Späti Palace
VÖ: 16.09.2021

Alles auf Null. Alles auf Anfang. Mit “Amnesie” veröffentlichen die bereits 2013 gegründeten Yoga endlich ihr Debütalbum auf Späti Palace. Elf zeitlose Songs, die gekonnt zwischen Independent und artigem Post-Punk wandeln. Ein Album, dass sich schnell wie ein vertrauter Freund anfühlt und der sich jetzt zwischen Messer, Die Nerven, Trümmer oder Ja,Panik! berichtigter Weise nach vorne schiebt. Read More

Colleen Green – Cool

By | Records
Colleen Green
Cool

Hardly Art
VÖ: 10.09.2021

Indie-Pop-Slacker Queen Colleen Green kehrt nach einer fast sechs jährigen Albumpause zurück. Ihr neues Werk “Cool” knüpft im Prinzip an den in der DIY-Szene bekannten Green-Sound von 2015 nahtlos an. Gefühlt hat sich an den minimalistischen Tracks im ersten Moment wenig geändert. Und doch ist “Cool” quasi ein neuer großer Schritt für die coolste Sonnenbrillenträgerin Kaliforniens. Denn “Cool” hebt den vormals catchigen Lo-Fi-Sound vergangener Platten in ein klareres und teilweise greifbareres Spektrum an. Produzent Gordon Raphael (u.a. für The Strokes tätig) ist es so gelungen, den Independent-Charme, der mich seit ihrer 2011er EP “Cujo” abholt, beizubehalten. Read More

Ament – I Should Be Outside

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Ament
I Should Be Outside

Monkeywrench / Republic Records
VÖ: 10.08.2021

Der bisherige Output von Jeff Ament hat mich meist nur nebenher beschäftigt. Oftmals zu sperrig und zu konfus waren mir die Songstrukturen des Pearl Jam Bassisten. Das klang für mich oft gezwungen, nach einer Suche des perfekten Sounds zwischen Tom Waits, Mike Watt und King’s X. Immerhin sorgten Songs wie “Like A Salesman”, “Ulcer & The Apocalypse” oder “Moment Of Impact” für einige Lichtblicke. Denn starke Momente hat Ament eigentlich in gezähmten Bassläufen, in der Melancholie oder in der einen Sound- und Akkordstruktur, die einen Song vollends einnehmen kann. So steht bei seiner Hauptband Pearl Jam der Name Ament unter (meist unterschätzten) Songs wie “Nothing As It Seems”, “Pilate”, “Low Light” oder “Other Side”. Als jedoch im letzten Jahr Aments EP “American Death Squad” veröffentlicht wurde, wurde ich etwas hellhöriger und freute mich zunehmend auf den nun am Dienstag veröffentlichten Langspieler “I Should Be Outside”. Und das zurecht. Denn das mittlerweile vierte Soloalbum des Pearl Jam Bassisten ist sein bisher bester Output als Solokünstler. Read More

UV-TV – Always Something

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UV-TV
Always Something

PaperCup Music
VÖ: 28.05.2021

Letzte Woche erschien mit “Always Something” das neue Album des New Yorker Trios UV-TV. Ihre Single “Back To Nowhere” stellten wir bereits vor. Nun folgt das ganze Album, welches ein Spektrum von Easy Listening, hippen Post-Punk, Indie und poppigem Retro in die Welt rausposaunt. Dabei geistern Vergleiche wie The Primitives, Belly oder Best Coast durch den Kopf. Read More

SAN MARINO – SAN MARINO EP

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SAN MARINO
SAN MARINO EP

Anomic Records
VÖ: 19.05.2021

Bereits mit ihrer Debütsingle “Doppelganger” wollte ich eigentlich über SAN MARINO berichten. Der quirlige Indiepop der spanischen Kombo bereichert jede Playlist zumindest musikalisch mit einem sonnigen Gefühl. Letzte Woche erschien mit “Take Me To Rome” nun Single Nummer zwei und heute schieben SAN MARINO ihre selbstbetitelte Debüt EP hinterher. Veröffentlicht werden die insgesamt vier Tracks digital via dem in Berlin neu gegründeten Label Anomic Records. Read More

Cold Moon – What’s The Rush?

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Cold Moon
What’s The Rush

Pure Noise Records
VÖ: 07.05.2021

Irgendwie scheinen mich die deutlich reduzierteren Nebenprojekte der The Story So Far-Mitglieder mehr abzuholen, als der Punk-Rock der Kalifornier selbst. Nach einer bei mir einschlagenden EP von The Story So Far Gitarrist Kevin Geyer alias Same Side ist es nun Bassist Will Levy, der mit seiner Gruppe Cold Moon meine Aufmerksamkeit anzieht. Zusammen mit Set Your Goals Drummer Mike Ambrose, dessen Bruder Kevin an der Gitarre und Sänger und Gitarrist Jack Sullivan gründete man Cold Moon bereits 2018, veröffentlichte 2019 eine erste EP namens “Rising” und ist nun bereit mit “What’s The Rush?” das Langspieldebüt auszukoppeln. Read More

Last Days Of April – Even The Good Days Are Bad

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Last Days Of April
Even The Good Days Are Bad

Tapete Records
VÖ: 07.05.2021

Immer wenn ich über meine persönlichen Lieblingsbands spreche, vergesse ich, Last Days of April zu erwähnen. Die Band um Sänger und Gitarrist Karl Larsson veröffentlicht seit mehr als 20 Jahren extrem gute Alben abseits einer größeren Hörerschaft. Mit “Even The Good Days Are Bad” erscheint nun das mittlerweile zehnte Album von Last Days Of April. Und nach dem etwas schwächeren “Sea Of Clouds” ist Larsson wieder in Spur und beweist (wieder einmal) welch großer Songschreiber er ist. Read More