Courtney Barnett – Bürgerhaus Stollwerck | Köln, 23.November2015

By | Live

Wenn ich mir so die Songs einen Tag später anhöre, bemerke ich erst welche Wucht Courtney Barnett in ihre Liveperformance bringt. Wahnsinn. Gestern durfte das Bürgerhaus Stollwerck in Köln die lässige Barnett verfolgen. Keine große Lichtshow, stattdessen wurde der Hintergrund mit verschiedenen Animationen geflutet. Was nicht im Weitesten von der Darbietung ablenkte, sondern diese dezent unterstützte. Die Masse war gut drauf, der Applaus nach dem Opener Avant Gardener sehr tief und druckvoll. Da haben alle drauf gewartet. Read More

City Light Thief – Shame

By | Records
City Light Thief
Shame

VÖ: 06.11.2015
Midsummer Records / Cargo Records

Die Rheinländer Schreihälse City Light Thief veröffentlichen mit ihrer “Shame” EP endlich neues Material. Vier Tracks versammeln sich auf der Extended Play Scheibe. Vier Tracks, die in das bisherige Konzept von City Light Thief ein wenig rauswandern. Während die beiden Langspieler “Vacilando” (2013) und “Laviin” (2011) deutlich stärker am Hardcore-Punk liegen und ihre EP “The Music Of Chance” mit mehr sperrigeren Songstrukturen arbeitet, bietet “Shame” jetzt tatsächlich was für Indierockliebhaber. Read More

Oiro – Meteoriten Der Großen Idee

By | Records
Oiro
Meteoriten Der Großen Idee

VÖ: 30.10.2015
Flight 13 / Broken Silence

Wann genau sind Oiro eigentlich so gut geworden? Aber waren die das nicht schon immer? Eins ist sicher: Mit ihrem dritten! Longplayer könnten Sie den größten Sprung machen. So sind die Songs doch eingängig wie nie. Lassen sich selbst vom derbsten Chartstürmerfan mitgröhlen, oder? Vielleicht nicht ganz so schlimm. Doch eins trifft definitiv zu: Oiro sind auf Metoeriten Der Großen Idee deutlich poppiger geworden, quasi Hit verdächtig. Read More

A Tribe Called Knarf – Es Ist Die Wahrheit Obwohl Es Nie Passierte

By | Records

A Tribe Called Knarf
Es Ist Die Wahrheit Obwohl Es Nie Passierte

VÖ: 30.10.2015
Staatsakt / Universal Music

Nach 9 Jahren ist Knarf Rellöm zurück. A Tribe Called Knarf heißt das Paket 2015. Lang hat es gedauert, doch jetzt hält Frank Möller der breiten Masse wieder den Spiegel vor die Nase. Nahezu typisch, obwohl rar in den letzten Jahren, säuselt dir Knarf Rellöm mit gekonntem Dub die Ohren voll. Immer gewitzt mit einem Hamburger Humor, den sonst eher Künstler der Plattenmeister Compilations wiedergaben oder Übergrößen, wie die drei lustigen Kerle von Studio Braun (Fraktus und Co) fabrizierten. Knarf Rellöm setzt dabei wie seine Kollegen auf viel Übertreibung und Zuspitzung. Es ist ein gelungener Ausflug in die Synapsen der Schaltzentrale des mittlerweile fast Mitfünfziger. Schon immer war es das. Mit “Bitte Vor R.E.M. Einordnen” und “Move Your Ass & Your Mind Will Follow” setzte Rellöm ganz spezielle Duftmarken im Chansonbereich des Hamburger Underground Dubs.

“Gender Be Good” macht sich musikalisch breit wie einst sein Hit “LCD Is Playing At My House”, ein wenig mehr Funk von Daft Punk und greift wie der Titel verrät in die Genderproblematik, wobei es ja gar kein ist, ein (”You think I’m a woman, cause I talk like a woman, but I’m a man.”). “You Wanna Be Like Me” torkelt zwischen Schläfer und Burner, textlich einfach gehalten – jedoch ziemlich direkt. Nachhilfe in musikalischer und philosophischer Geschichte packt Rellöm in “Über 20 Geschichten” oben drauf. So kennt man Knarf, und so findet man Knarf gut. Verrückt, wortwitzig und -gewandt, sozialkritisch und auch politisch. Knarf Rellöm verpackt satirisch die ein oder andere Spiegelung der Gesellschaft. “Du Weltraumkasper! Jetzt sei mal still! Hier auf der Erde kann jeder machen was er will, aber Kritik tun wir uns verbeten! Geh doch nach Drüben, auf deinen Planeten” (aus “Mein Nachbar ist ein Alien”). Mit dabei ist stets ein gefüllter Basstank. Drucklos sollen die Statements ja nicht sein.

A Tribe Called Knarf besteht aus DJ Patex, Viktor Marek und Rellöm selber. Der diesmal gewählte Bandname ist eine Hommage an A Tribe Called Quest, logisch. Verweist aber laut Rellöm und auch hörbar auf die Experimentierfreudigkeit der HipHopper und nicht auf deren Musik. Can you kick it? Yes, Knarf can.

Beach Slang – The Things We Do To Find People Who Feel Like Us

By | Records
Beach Slang
The Things We Do To Find People Who Feel Like Us

Big Scary Monsters / Alive
VÖ: 30.10.2015

Beach Slang koppeln mit “The Things We Do To Find People Who Feel Like Us ihr Debütalbum aus. Was den Hörer erwartet der die Vorabsongs im Netz und die Masse an Lobeshymnen auf den Vierer noch nicht gehört hat, ist straighter, klarer Indierock. Da fühlst du dich an Jawbreaker, Jets To Brazil oder New End Original erinnert – an frühe 00er Jahre. Unbeschwerte Songs, die im Easy Listening Modus super funktionieren. Read More

Video of the Week: Solvey – Wave

By | Video | Tune of the Week | No Comments
Neues Video von Jessica Zambri aka Solvey. Passend zu Halloween geht es bei Wave ziemlich mystisch zu. Dazu braucht es nicht viel: Jessicas Schwester Cristi Jo, einen klassischen Benz Cabriolet und Partner Noel Heroux. Das Ganze gefilmt von Addison Post. Wave stammt aus dem selbstbetitelten Debütalbum Solvey, welches Ende August via Killer Wail Records erschien. Read More

Protomartyr – The Agent Intellect

By | Records
The Agent Intellect
Protomartyr

Hardly Art / Cargo Records
VÖ: 09.10.2015

Mit The Agent Intellect schmeißen die aus Detroit stammenden Protomartyr ihren dritten Langspieler auf den Markt – der bisher ausgewogenste und vielleicht sogar beste. Der psychedelisch angehauchte Neo-Darkwave-Punk mit Noisegemisch überwiegt mit einer strikten und konstanten Energie. Read More