TRIXSI – Frau Gott

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TRIXSI
Frau Gott

Glitterhouse Records
VÖ: 26.06.2020 

Eins vorweg, diese Plattenkritik können wir nicht wirklich objektiv gestalten. Simon, Herausgeber und Gründer dieser wundervollen Seite, ist seit mehreren Jahren eng mit Glitterhouse Records verbunden und der Autor dieser Zeilen spielt seit mehr als 10 Jahren mit Jörkk Mechenbier zusammen in der Band Schreng Schreng & La La. Aber das darf ja kein Grund sein, dieses wundervolle Album nicht zu besprechen. Also los geht’s.

Zunächst gibt es also ein paar Fakten. Die Mitglieder von Trixsi spiel(t)en auch in anderen Bands. Love A, Herrenmagazin, Findus und Jupiter Jones, das klingt schon ein bisschen nach deutscher Indie-Supergroup. Die Mitglieder selbst beschreiben sich wie folgt: “Bisschen Keller, bisschen dreckig, bisschen Rock, ganz viel Hamburg!” Read More

Belts – Belts

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Belts
Belts

Anette Records
VÖ: 13.05.2020

Vor einigen Wochen gab mir ein Freund den Tipp, mir doch unbedingt den Song “Almost Always” von der Band Belts anzuhören. Der Gute wusste, dass ich The Lemonheads und Dinosaur Jr. liebe und auch sonst der amerikanischen Indie-Szene der 1990er-Jahre sehr zugetan bin. Klar, dass mich der Song direkt umgehauen hat. Hier stimmt nämlich alles. Melodie, Gitarre, Gesang und Produktion ergeben ein homogenes Ganzes, dass in seiner Einfachheit ziemlich perfekt ist. Vor Kurzem ist nun das Debütalbum der Band erschienen. Ob es das Niveau der Vorab-Single halten kann? Read More

Diet Cig – Do You Wonder About Me?

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Diet Cig
Do You Wonder About Me?

Frenchkiss Records
VÖ: 01.05.2020

Mitte der 1990er-Jahre, nach dem großen Grunge-Hype, veröffentlichte Sub Pop Records einige richtig gute Indierock-Alben. Viele davon mit Frauengesang, wie es damals gefühlt viel häufiger der Fall war, als heute. Bands wie Jale oder die Velocity Girls schrieben ein paar Hymnen für die Ewigkeit, auch wenn sich 25 Jahre später nur noch ein kleiner Kreis von Musiknerds daran erinnern wird. Das neue Album von Diet Cig erinnert mich ein wenig an diese Zeit, in der “female fronted” noch nicht als Genre-Bezeichnung notwendig war und eine tolle Melodie, das war, was sie vordergründig auch sein sollte: Eine tolle Melodie. Read More

Akne Kid Joe – Die große Palmöllüge

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Akne Kid Joe
Die große Palmöllüge

Kidnap Music
VÖ: 03.04.2020

Verweigerungshaltung und Angepisstheit finde ich per se sympathisch. Wenn beides dann auch noch mit einer Priese Humor vermischt wird, wird es zusätzlich auch noch interessant. Akne Kid Joe schaffen es auf ihrem zweiten Album “Die große Palmöllüge” weiterhin die angepissten Punks zu mimen, sich dabei aber auch nicht all zu Ernst zu nehmen. Read More

December Youth – How Are You

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December Youth
How Are You

Midsummer Records
VÖ: 20.03.2020

Und manchmal lohnt sich eben doch ein zweiter Anlauf. Während mich das Debütalbum “Relive” der Essener Post-Hardcore Band December Youth nicht unbedingt vom Hocker gehauen hat, schafft der Fünfer nun mit dem Zweitling “How Are You” teilweise ein völliges in den Bann ziehen. Ausschlaggebend ist vor allem eine äußerst kräftige und emotionale Strahlkraft der zwischen Emo, 90s-Alternative und Post-Hardcore wirbelnden Songs. Read More

Pearl Jam – Gigaton

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Pearl Jam
Gigaton

Monkeywrench / Republic Records / Universal Music
VÖ: 27.03.2020

Die bisher längste Zeit zwischen zwei Studioalben des Seattle-Fünfers ist endlich vorbei. Nach sieben Jahren präsentieren Pearl Jam mit “Gigaton” satte zwölf neue Songs. Und diese gehören mit zum Besten, was die Band um Eddie Vedder in den 00er Jahren zustande gebracht hat. “Gigaton” präsentiert sich frischer und experimentierfreudiger als die beiden Vorgängeralben “Backspacer” (2009) und “Lightning Bolt” (2013). Wurde damals nach Schema F alles abgearbeitet und durch eine Überproduktion alles aalglatt gebügelt, besinnt sich “Gigaton” größtenteils darauf, neue Strukturen und neue Facetten zu entwickeln. “Dance Of The Clairvoyants”, der Vorbote im Talking Heads-Gewand, war bereits das erste Beispiel. Mit Songs wie “Quick Escape”, “Alright” oder “Buckle Up” erzeugt die Band tatsächlich wieder so etwas, wie zu “No Code” (1996) oder “Binaural” (2000) Zeiten. Etwas Neues, was gleichzeitig nicht abgelutscht klingt, sondern spannend und fordernd. Eddie Vedder (g, voc), Stone Gossard (g), Jeff Ament (b), Mike McCready(g) und Matt Cameron (d) wirkten selten so stark gefestigt und gleichzeitig aufgewühlt. Read More

Notches – New Kinda Love

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Notches
New Kinda Love

Dead Broke Rekerds
VÖ: 10.01.2020

Notches haben mit “New Kinda Love” wohl das beste Power-Pop-Punk Album der letzten 20 Jahre aufgenommen. 24 Minuten catchiger Punkrock, ohne überproduziert zu sein, geschweige denn langweilig. Auch wenn in meinen Ohren diese Art Punkmusik mehr als durchgekaut ist, bringen Notches aus New Hampshire eine Platte raus, die das Gegenteil beweist und nun nicht mehr aus meinen Playlisten verschwinden will. Erfrischender kann sich das Genre aktuell nicht präsentieren. Read More

Oiro – Mahnstufe X

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Oiro
Mahnstufe X

Flight 13 Records
VÖ: 07.02.2020

Seit meiner Zeit in Düsseldorf habe ich die Band Oiro irgendwie ins Herz geschlossen. Der immer mit einer Portion Wortwitz einher gehende, gesellschaftskritische und politische Punk fabriziert nach meinem Empfinden immer noch ein ideales Gemisch aus Subkultur, Kleinkunst, Provinzpunk und Dosenbier. So war das zu ‘Goofy-Zeiten’ auf ihrem Album “Vergangenheitsschlauch” (2008) oder mit “Als Was Geht Gott An Karneval?” im Jahre 2005. Ihre Kneipentour DVD gehört seit ihrem Release 2009 zu den von mir empfohlenen Musikdokus/-filmen aus hiesigen Landen – und wenn ich das so schreibe bekomme ich gleich wieder Lust auf Bier und Punk. Read More

Rivers & Tides – Sincere Uncertainty

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Rivers & Tides
Sincere Uncertainty

Midsummer Records
VÖ: 28.02.2020

Ihre Single “The Inbetween” hatte mich 2018 um den Finger gewickelt. Nun kommen die Regensburger von Rivers & Tides mit ihrem ersten Longplayer um die Ecke. Den grungigen und emohaften Alternative-Charakter hat der Fünfer dabei auf satte 12 Tracks umsetzen können. “Sincere Uncertainty” erscheint bei unseren Freunden von Midsummer Records, die schon mit Bands wie City Lighty Thief, December Youth, Die Schande Von oder mit den jüngst sich aufgelösten New Native unseren Geschmacksnerv getroffen haben. Read More

Die Arbeit – Material

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Die Arbeit
Material

Undressed Records
VÖ: 21.02.2020

Energisch und wuchtig zeigt sich das Debütalbum der Dresdener Band Die Arbeit. Was zunächst durch Albumtitel und Albumcover als kalt eingestuft wird, entpuppt sich schnell als griffige Post-Punk- und Rock-Geschichte. In einem Genre, welches sich früher mit Fehlfarben, DAF oder auch Element Of Crime schmückte und heute Bands wie Messer, Isolation Berlin und Die Nerven hervorbringt. Die Arbeit fügt sich mit ihrem ersten Album “Material” da nahtlos ein. Die Produktion ist für ein Debüt beeindruckend und verleiht dem Soundgerüst durch treibende Schlagzeug- und Bassparts einen idealen Grundstock. Das ist ausdrucksstark, kunstvoll und theatralisch und beflügelt durch frische Gitarrenmelodien und Riffs dazu noch den poppigen Wave. Read More