Yoga – Amnesie

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Yoga
Amnesie

Späti Palace
VÖ: 16.09.2021

Alles auf Null. Alles auf Anfang. Mit “Amnesie” veröffentlichen die bereits 2013 gegründeten Yoga endlich ihr Debütalbum auf Späti Palace. Elf zeitlose Songs, die gekonnt zwischen Independent und artigem Post-Punk wandeln. Ein Album, dass sich schnell wie ein vertrauter Freund anfühlt und der sich jetzt zwischen Messer, Die Nerven, Trümmer oder Ja,Panik! berichtigter Weise nach vorne schiebt. Read More

Colleen Green – Cool

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Colleen Green
Cool

Hardly Art
VÖ: 10.09.2021

Indie-Pop-Slacker Queen Colleen Green kehrt nach einer fast sechs jährigen Albumpause zurück. Ihr neues Werk “Cool” knüpft im Prinzip an den in der DIY-Szene bekannten Green-Sound von 2015 nahtlos an. Gefühlt hat sich an den minimalistischen Tracks im ersten Moment wenig geändert. Und doch ist “Cool” quasi ein neuer großer Schritt für die coolste Sonnenbrillenträgerin Kaliforniens. Denn “Cool” hebt den vormals catchigen Lo-Fi-Sound vergangener Platten in ein klareres und teilweise greifbareres Spektrum an. Produzent Gordon Raphael (u.a. für The Strokes tätig) ist es so gelungen, den Independent-Charme, der mich seit ihrer 2011er EP “Cujo” abholt, beizubehalten. Read More

Chubby And The Gang – The Mutt’s Nuts

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Chubby And The Gang
The Mutts Nuts

Partisan Records
VÖ: 27.08.2021

Seit Mitte Januar sind Chubby And The Gang aus meinen Playlisten nicht mehr wegzudenken. Und wer I CAN GUARANTEE hier verfolgt hat, der hat dies sicherlich schon das ein oder andere Mal aufgegriffen. Die Showcase-Performance in der Online-Ausgabe des im Januar diesen Jahres stattfindenden Eurosonic Festivals veranlasste mich nicht nur bereits erschienene Platten nachzukaufen, sondern auch voller Vorfreude auf die nun Ende August veröffentlichte, aktuelle Platte “The Mutt’s Nuts” zu blicken. Vor allem mit den Vorabsingles “Coming Up Though” und “Lightning Don’t Strike Twice” war schnell klar, dass sich der teilweise prollige Sound des Londoner Punk-Fünfers nur in Nuancen verändern würde und prinzipiell bei Chubby und Co. erstmal alles auf die Zwölf geht. Read More

In The Pines – Interlude

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In The Pines
Interlude

Arctic Rodeo Records
VÖ: 20.08.2021

Das selbstbetitelte Debütalbum von In The Pines erschien 2008 und hatte einige starke Momente. Auf Albumlänge hat es mich aber tatsächlich nicht wirklich überzeugt. Die zum Teil sieben Minuten langen Stücke wurden mir einfach mit fortschreitender Spieldauer etwas zu anstrengend. 13 Jahre später erscheint mit “Interlude” ein zweites Album der Band aus Kansas City. Produziert von Bob Weston (Shellac) weiß das Quintett mit ihrer melancholisch-morbiden Mixtur aus Folk, Indie und klassischen Singer-/Songwriter-Elementen zu überzeugen – zumindest phasenweisen. Read More

Ament – I Should Be Outside

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Ament
I Should Be Outside

Monkeywrench / Republic Records
VÖ: 10.08.2021

Der bisherige Output von Jeff Ament hat mich meist nur nebenher beschäftigt. Oftmals zu sperrig und zu konfus waren mir die Songstrukturen des Pearl Jam Bassisten. Das klang für mich oft gezwungen, nach einer Suche des perfekten Sounds zwischen Tom Waits, Mike Watt und King’s X. Immerhin sorgten Songs wie “Like A Salesman”, “Ulcer & The Apocalypse” oder “Moment Of Impact” für einige Lichtblicke. Denn starke Momente hat Ament eigentlich in gezähmten Bassläufen, in der Melancholie oder in der einen Sound- und Akkordstruktur, die einen Song vollends einnehmen kann. So steht bei seiner Hauptband Pearl Jam der Name Ament unter (meist unterschätzten) Songs wie “Nothing As It Seems”, “Pilate”, “Low Light” oder “Other Side”. Als jedoch im letzten Jahr Aments EP “American Death Squad” veröffentlicht wurde, wurde ich etwas hellhöriger und freute mich zunehmend auf den nun am Dienstag veröffentlichten Langspieler “I Should Be Outside”. Und das zurecht. Denn das mittlerweile vierte Soloalbum des Pearl Jam Bassisten ist sein bisher bester Output als Solokünstler. Read More

Jim Bob – Who Do We Hate Today

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Jim Bob
Who Do We Hate Today

Cherry Red Records
VÖ: 20.08.2021

Ziemlich genau ein Jahr nach seinem Comeback-Album “Pop Up Jim Bob” veröffentlicht der ehemalige Sänger und Gitarrist der britischen Indie-Institution Carter USM sein neues Album “Who Do We Hate Today”. Wieder einmal beweist Jim Bob dabei, welch großartiger Songwriter, aber vor allem welch fantastischer Texter er ist. Und auch wenn nicht jeder Song ein Volltreffer ist, als Gesamtwerk funktioniert “Who Do We Hate Today” sehr gut. Read More


Video of the Week: Turnstile – Turnstile Love Connection (EP)

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Turnstile
Turnstile Love Connection (EP)

Roadrunner Records
VÖ: 28.06.2021 (digital)

Die Enttäuschung angesichts des vergangenen Monats veröffentlichen Songs “Mystery” der Sunnyboys von Turnstile scheint auf einmal völlig verpufft zu sein. Vor gut vier Wochen hat mich der neue Track von Brendan Yates und Co. nicht wirklich vom Hocker gerissen. Da fehlte mir gehörig viel Biss und Energie. Nun schieben Turnstile mit ihrer erstmal nur digital zu bekommenden EP “Turnstile Love Connection” einen satten Dicke-Hose-Mix nach. Manchmal benötiget man einfach nur einen zweiten Anlauf. Im Gesamtpaket veränderte sich mein Hören. Und die stilistisch in Szene gesetzte Visualisierung der gesamten EP spielte keine unwichtige Rolle. Und das ist eine Premiere: Eine ganze EP ist Video of the Week. Read More

EMF – From Us To You (30th Anniversary Boxset)

By | Plattenkoffer, Records
EMF
From Us To You (30th Anniversary Boxset)

Believe. Records
VÖ: Mai 2021

Hierzulande verbindet man mit den britischen Indie-Rockern EMF eigentlich nur deren Welterfolg “Unbelievable”. In Großbritannien sieht das etwas anders aus. Dort erfreuen sich die Jungs aus Forest of Dean auch heute noch einer gewissen Beliebtheit. Zumindest sind die Shows in kleineren Clubs regelmäßig bereits am ersten Tag ausverkauft. So verwunderte es auch niemanden, dass das Feedback auf die nun auf Vinyl vorliegende Werkschau recht groß war. Und auch wenn der geneigte Leser sie auf normalem Wege nicht mehr kaufen kann – sie ist ausverkauft und wird nicht wieder aufgelegt – so möchte ich Euch diese wunderbare und vielseitige Band doch noch mal ans Herz legen. Denn zum einen findet man sie auf allen Streaming-Diensten und zum anderen kommt da noch was, ich bin ganz sicher. Read More

No Kill – Gold Chorus

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No Kill
Gold Chorus

Substitute Scene Records
VÖ: 25.06.2021

Und dann war da auf einmal diese Stimme, diese Leichtigkeit, bei der ich wieder einmal spürte, wie sehr mich Musik tragen kann. Als ich No Kill entdeckte, hatte mich nur eine kleine Melodie gepackt und das Wissen, dass da Leute im Dunstkreis waren, die ich mochte und deren künstlerischer Output mich begeistert. Die ersten Klänge von No Kills “Swooning” sind einfach so stimmig, so besänftigend und voller Anmut, dass ich ständig auf Repeat drücken musste und ich fast vermute, die 8.000 Spotify-Listenings sind alle von mir. Ich habe Mazzy Star im Kopf, die Pixies, Kate Bush, Jesus And Mary Chain, Kevin Shields. Shoegazig verschwimmt äußerst elegant Pop mit Independent. No Kill ist das Soloprojekt der aus Brooklyn, New York kommenden Musikerin Jamie Cogar. Ab heute steht das bei Substitute Scene Records herauskommende Debütalbum “Gold Chorus” in den digitalen Plattenläden. Das Vinyl soll im September kommen. Read More

UV-TV – Always Something

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UV-TV
Always Something

PaperCup Music
VÖ: 28.05.2021

Letzte Woche erschien mit “Always Something” das neue Album des New Yorker Trios UV-TV. Ihre Single “Back To Nowhere” stellten wir bereits vor. Nun folgt das ganze Album, welches ein Spektrum von Easy Listening, hippen Post-Punk, Indie und poppigem Retro in die Welt rausposaunt. Dabei geistern Vergleiche wie The Primitives, Belly oder Best Coast durch den Kopf. Read More