Brandtson – Fallen Star Collection

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Brandtson
Fallen Star Collection

Steadfast Records
VÖ: 31.10.2018

Anfang der 2000er-Jahre hatte ich in Bonn einen kleinen Mailorder, der hauptsächlich Platten von Defiance Records, dem damals neu gegründeten Redfield Records und dem Bonner Hardcore-Label Scenepolice verkaufte. Dennis, von letztgenanntem Label, versorgte mich mit dem, was man damals “Emo” nannte. Ein Genre, das ich so noch nicht kannte und das leider ein paar Jahre später nur noch ein Schatten seiner selbst sein sollte. Read More

Touché Amoré – 10 Years / 1000 Shows Live At The Regent Theater

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Touché Amoré
10 Years / 1000 Shows – Live At The Regent Theater

Epitaph
VÖ: 02.11.2018

Meine Freundin sagt immer, wenn sie Jeremy Bolm live sieht: “Den würde ich am liebsten direkt in den Arm nehmen.” Und irgendwie hat sie recht, denn obwohl der rauhen Stimmgewalt als Sänger von Touché Amoré, verkörpert Bolm ein sehr emotionsgeladenes Bild eines Punk/Hardcore/Screamo-Ensembles. Nicht zuletzt auch deswegen, da der letzte Coup von Touché Amoré nunmal eine Schippe mehr voller Emotionen war. “Stage Four” wurde ein wahres Erfolgsalbum und verbindete auf einmal alt eingesessen Hardcore/Screamo Fans der erste Touché Amoré-Stunde mit einem Teil von Hörern leichterer Hardcore- oder Rock-Kost. Im Zuge der Livetouren seit 2016 fanden Touché Amoré einen äußerst gelungenen Mix, Read More

Drug Church – Cheer

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Drug Church
Cheer

Pure Noise Records
VÖ: 02.11.2018

Was für ein Werk! Ich bin begeistert. Mit viel Punk, Rock und Grunge liefern Drug Church auf ihrem dritten Album mit nahezu jedem Song ab. “Cheer” wirkt schon alleine durch die vorab veröffentlichten Videos und Singles als zugänglichstes Werk der Band. Die Hooks und Riffs kratzen stark am radiotauglichen Mainstream Rock. Musikalisch klingt das äußerst positiv und macht mächtig viel Laune. Read More

Dan Mangan – More Or Less

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Dan Mangan
More Or Less

Arts & Craft / City Slang
VÖ: 02.11.2018

Nach längerer Albumabstinenz ist Dan Mangan mit neuem Sound zurück. Einschlägige Erlebnisse im privaten Umfeld bewegten Mangan dazu wieder etwas auf die Bremse zu treten und nach seinem experimentierfreudigen Noise-Akustik der letzten Werke, wieder hin zu einem settle-down Charakter seiner Musik zu kommen. Mit “Fool For Waiting” und “Troubled Mind” folgten dieses Jahr schon vorab zwei starke Singles. Die eine balladesque ruhig und besonnen, die andere treibend, rhythmisch wild und doch Read More

Voodoo Beach – Ozean EP

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Voodoo Beach
Ozean EP

Späti Palace
VÖ: 26.10.2018

Bereits mit ihren Vorabstreams/Videos der Tracks “Wahn” und “Ozean” machte die Berliner Artpop / Post-Punk Gruppe Voodoo Beach gewaltig auf sich aufmerksam. Nun erscheint auf dem Berliner Indielabel Späti Palace ihre Debüt EP. Benannt nach dem gleichnamigen und äußerst tief düsteren Song “Ozean”, dem Herzstück der EP. Geflochtene Popstrukturen verschmelzen zu einem in ein mit Punk durchtränktes Kaleidoskop. Read More

Yum Yum Youth – Patat EP

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Yum Yum Youth
Patat EP

Self Release
VÖ: 18.10.2018

Wie aus dem Nichts rotieren plötzlich Yum Yum Youth in meinen Playlisten. Danke Bastian. Dieser Charme erfüllte Indiepopsound aus Wuppertal spielt herrlich erfrischend mal verzerrt, mal poppig klar, mal mit gehörig Lo-Fi Attitüden herum. “Patat” heißt Yum Yum Youth zweite EP. Ihre erste Singleauskopplung hört auf den Namen “Ausgesurft”. Eskalation! Die Band stammt aus Wuppertal und hat kein Bock mehr aufs Surfen und lässt den Strand einfach Strand sein? Perfekt. In Darstellung, Notierung und Melodieverzücktheit erinnern Yum Yum Youth an die Düsterboys/International Music Kombination und gleichzeitig auch an solch Pop-Exoten wie Boy Pablo. Read More

Heim – Ws

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Heim
Ws

Tapete Records
VÖ: 26.10.2018

Vielleicht sollte die Platte ja ursprünglich “Fünf Gegen Einen” lauten –  ich weiß es nicht. Und so rätselt man, ob es tatsächlich etwas mit dem zweiten Release einer immer noch bestehende Combo aus Seattle zu tun hat. Viel nahe liegender ist jedoch, dass die Nürnberger Band Heim tatsächlich den Kürzel “Ws” für Wattsekunde verwendet haben, die man auch Joule bezeichnen kann und die die innere Energie oder auch die Wärme als physikalische Größe definiert. Bäm! Das wärs doch. Denn nichts anderes drückt die zweite Platte der Franken auf dem Hamburger Label Tapete Records aus. Sofort schwadronieren dir große Alternative-, Indie- und Noisegruppierungen der 80er und 90er durch den Kopf. Wo verzerrte Gitarrenmelodien das Independent Genre definierten und Bands wie Dinosaur Jr., Wilco oder Pavement nur was für rockende Intelligenzbolzen waren. Read More

Say Lou Lou – Immortelle

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Say Lou Lou
Immortelle

Cosmos Music
VÖ: 26.10.2018

Schon lange kam mein schnulziges Popherz nicht mehr zum Zuge. Zu sehr dröhnten aggressive Gitarren und treibendes Schlagezug durch die Boxen. Die Zartheit aber der bezaubernden Schwestern des australisch/schwedischen Duos Say Lou Lou erzwingt diesen Cut mit abermals wundervollen Melodien. Mit ihren Debütsingles “Maybe You” und “Julian” sowie nachfolgenden Tracks wie “Games For Girls” oder “Nothing But A Heartbeat” konnten Elektra und Miranda Kilbey mich zwischen 2012 und 2016 stets begeistern. Popmusik, die bei mir funktioniert, die zart beseelt, leicht schnulzig und doch irgendwie etwas von einem Endzeitsoundtrack mit gehörig viel Liebe hat. Read More

Steiner & Madlaina – Cheers

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Steiner & Madlaina
Cheers

Glitterhouse Records
VÖ: 19.10.2018

Zwischen zuckersüß, derbe überladen, gefühlvoll und äußerst catchy präsentiert Glitterhouse Records seinen neuesten Act. Steiner & Madlaina schaffen mit ihrem Debütalbum “Cheers” einen perfekten Spagat zwischen Folkpop, Kunst, Magie und Mainstream. Das alles wird zudem mit einer verliebten Leichtigkeit und Unbeschwertheit dargeboten. Nichtsdestotrotz laufen Steiner & Madlainas Inhalte oft konträr zum musikalischen Bild. Fröhlich eingängige Melodien treffen auf Schwarz untermalten Humor, auf aus dem eigenen Leben gegriffener Tragik. Read More

Karies – Alice

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Karies
Alice

This Charming Man Records
VÖ: 12.10.2018

Bereits ihr drittes Album veröffentlichen Karies an diesem Freitag mit “Alice”. Und darauf wirken die Stuttgarter poppiger und artiger denn je. Einflüsse aus den Spaten New Wave, Electronic, Kraut, Post-Punk, Noise und Art-Pop vermischen sich zu einem beeindruckenden Konstrukt. Und das farbenfroher denn je. Das ist schon an dem ins Auge springenden Orange im Cover von “Alice” zu erkennen. Düstere Bassläufe werden zwar nicht gänzlich ausgeblendet, werden jedoch umso mehr von dröhnenden und positiven Vibes und Beats sowie von quirligen Melodien übertönt. Read More