City Light Thief – Shame

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City Light Thief
Shame

VÖ: 06.11.2015
Midsummer Records / Cargo Records

Die Rheinländer Schreihälse City Light Thief veröffentlichen mit ihrer “Shame” EP endlich neues Material. Vier Tracks versammeln sich auf der Extended Play Scheibe. Vier Tracks, die in das bisherige Konzept von City Light Thief ein wenig rauswandern. Während die beiden Langspieler “Vacilando” (2013) und “Laviin” (2011) deutlich stärker am Hardcore-Punk liegen und ihre EP “The Music Of Chance” mit mehr sperrigeren Songstrukturen arbeitet, bietet “Shame” jetzt tatsächlich was für Indierockliebhaber. Read More

A Tribe Called Knarf – Es Ist Die Wahrheit Obwohl Es Nie Passierte

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A Tribe Called Knarf
Es Ist Die Wahrheit Obwohl Es Nie Passierte

VÖ: 30.10.2015
Staatsakt / Universal Music

Nach 9 Jahren ist Knarf Rellöm zurück. A Tribe Called Knarf heißt das Paket 2015. Lang hat es gedauert, doch jetzt hält Frank Möller der breiten Masse wieder den Spiegel vor die Nase. Nahezu typisch, obwohl rar in den letzten Jahren, säuselt dir Knarf Rellöm mit gekonntem Dub die Ohren voll. Immer gewitzt mit einem Hamburger Humor, den sonst eher Künstler der Plattenmeister Compilations wiedergaben oder Übergrößen, wie die drei lustigen Kerle von Studio Braun (Fraktus und Co) fabrizierten. Knarf Rellöm setzt dabei wie seine Kollegen auf viel Übertreibung und Zuspitzung. Es ist ein gelungener Ausflug in die Synapsen der Schaltzentrale des mittlerweile fast Mitfünfziger. Schon immer war es das. Mit “Bitte Vor R.E.M. Einordnen” und “Move Your Ass & Your Mind Will Follow” setzte Rellöm ganz spezielle Duftmarken im Chansonbereich des Hamburger Underground Dubs.

“Gender Be Good” macht sich musikalisch breit wie einst sein Hit “LCD Is Playing At My House”, ein wenig mehr Funk von Daft Punk und greift wie der Titel verrät in die Genderproblematik, wobei es ja gar kein ist, ein (”You think I’m a woman, cause I talk like a woman, but I’m a man.”). “You Wanna Be Like Me” torkelt zwischen Schläfer und Burner, textlich einfach gehalten – jedoch ziemlich direkt. Nachhilfe in musikalischer und philosophischer Geschichte packt Rellöm in “Über 20 Geschichten” oben drauf. So kennt man Knarf, und so findet man Knarf gut. Verrückt, wortwitzig und -gewandt, sozialkritisch und auch politisch. Knarf Rellöm verpackt satirisch die ein oder andere Spiegelung der Gesellschaft. “Du Weltraumkasper! Jetzt sei mal still! Hier auf der Erde kann jeder machen was er will, aber Kritik tun wir uns verbeten! Geh doch nach Drüben, auf deinen Planeten” (aus “Mein Nachbar ist ein Alien”). Mit dabei ist stets ein gefüllter Basstank. Drucklos sollen die Statements ja nicht sein.

A Tribe Called Knarf besteht aus DJ Patex, Viktor Marek und Rellöm selber. Der diesmal gewählte Bandname ist eine Hommage an A Tribe Called Quest, logisch. Verweist aber laut Rellöm und auch hörbar auf die Experimentierfreudigkeit der HipHopper und nicht auf deren Musik. Can you kick it? Yes, Knarf can.

Peter Kernel – Thrill Addict

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Peter Kernel
Thrill Addict

On The Camper Records | Cargo Records
VÖ: 23.01.2015 (digital) | 20.03.2015 (physisch)

Peter Kernel bringen mit Thrill Addict bereits ihr drittes Werk auf den Markt. Ein enorm kunstvoll gespicktes Werk zwischen Pop und Punk, zwischen Ausbruch und Nach-Hause-Kommen. Die Kanadierin Barbara Lehnhoff und der Schweizer Aris Bassetti sind nicht nur beruflich ein Paar und durchleben auf Thrill Addict sämtliches Spektakel Read More

Olli Schulz – Feelings aus der Asche

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Olli Schulz
Feelings aus der Asche

Trocadero Records / Indigo
VÖ: 09.01.2015

Nachdem ich eine lange Auszeit von Olli schulz genommen hatte und mit dem Bibo und Circus Halligalli nicht so viel anfangen konnte, ist das neue Schulz Album Feelings Aus Der Asche für mich irgendwie der Nachfolger zum Bumerang Album. Schulz In The box, sein toller Auftritt bei Roche & Böhmermann und der mittlerweile schwer zu toppende Nonsens-, Liebes- und Aus-der-Seele-sprechende Radiotalk Sanft & Sorgfältig, zusammen mit Jan Böhmermann, machten Schulz in den letzten 2 Jahren immer mehr zum Liebling in jeder Show die ein Mikrofon hat. Read More

Benjamin Gibbard – Passionskirche, Berlin, 30.November2012

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Statt Altar, stand in der Passionskirche nur ein Flügel und vier Monitorboxen sowie zwei Mikros. Benjamin Gibbard, im Hauptberuf Frontmann von Death cab for cutie betrat mit Akustikgitarre die Bühne, sagte dezent “Hallo”. Die Gemeinde saß andächtig auf den Kirchenbänken. Die Empore war ebenfalls geöffnet worden für den brav gekleideten Musiker aus Seattle. Die Messe konnte beginnen. Während die Lesung mit Solosachen vom aktuellen Gibbard Album Former lives gefüllt wurde, setzten Songs von The postal serviceDeath cab for cutie oder All-time quarterback zur Predigt ein. Benjamin Gibbard präsentierte einen Rundumschlag aus seiner bisherigen Schaffenszeit. Read More

Sport – Comet Club, Berlin, 23.März2012

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Geil geil geil. Was für ein Brett. Natürlich schreibe ich als Fan. Natürlich schreibe ich als Freund. Das was die Gruppe SPORT am Freitagabend in Berlin ablieferte, gehört in jedes verdammte Ohr des Rock N’ Roll. Bedauerlich, dass es bei vielen immer noch nicht die Wirkung erzielt hat, von der die wenigen Fans mit voller Inbrunst, Güte und Hingabe ihr Rockdasein im deutschsprachigen Raum begründen. Es schäppert – an Worten, Riffs, Drums und Bassläufen. SPORT macht nicht nur an diesem Abend Bock! Read More

Sharon van Etten – Grüner Salon, Berlin, 6.März2012

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Ganz schön schmuck dieser Grüne Salon. Rechts neben der alten Volksbühne geht es durch ein Tor und dann durch die Tür und durchs Treppenhaus hoch in den ersten Stock. Anfangs ist es noch sehr leer. Draußen hingegen sammeln sich die Leute, um mit dem Eintritt an der Abendkasse rein zu kommen. Das gelingt auch. Es vergeht einige Zeit, doch nach und nach füllt sich die erste Hälfte des Grünen Salons, der ab und an jedoch mehr in Blau, Gelb und Rot sich präsentiert, mit dicht an dicht gedrängten Besuchern. Erst in den hinteren Reihen steht man wieder etwas bequemer. Das Publikum ist stark gemischt. Read More

Fraktus – Astra Kulturhaus, Berlin, 14.Februar2012

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FRAKTUS sind endlich wieder da. Nach ihren Vorabkonzerten im letzten Jahr und der danach veröffentlichten Dokumentation über das Electro-/Technophänomen aus Brunsbüttel, standen FRAKTUS gestern Abend in der Hauptstadt auf der Bühne, dem “Hannover des Nordens”. Seitenhiebe blieben nicht aus, gegen Berlin aber auch gegen sich selber. Wollen FRAKTUS doch nichts anderes als etwas Positives, was negativ erscheint oder auch gleichzeitig negativ ist, wieder ins Positive zurückverwandeln oder wohlwollender Weise dem Zuhörer und Zuschauer als etwas Positives vermitteln. Read More

Summer Camp – Levee Club, Berlin, 25.November2011

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Das englische Popduo Summer Camp feierte im Berliner Levee Club bereits letzte Woche seine Deutschlandpremiere. Schon seit über einem Jahr geistern die zarten Pophymnen von Jeremy Warmsley und Elizabeth Sankey durch die Bloggosphäre. Gespickt mit visuellen Reminiszenzen aus diversen 80er Filmen und einer gekonnten Mischung aus Indie, Retro und Dancepop, liefern die beiden Engländer fern ab von allem Hype um Best CoastCults und Co, die etwas andere Art vom neuen smarten Pop ab. Read More

Tennis – Comet Club, Berlin, 12.Juli2011

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Die aus Denver, Colorado kommende Band Tennis war bereits zum zweiten Mal Gast in Berlin. In einer Reihe mit Best coastSummer darlingLa sera oder den Dum dum girls erlebt man mit Tennis ebenfalls eine Art Zeitreise in den LoFi-Pop einer längst vergessenen Surfgeneration. Jede Menge Sha-la-las und Ooh-woo-oohs – dazu schnörkellose Dirty Dancing Melodien, die sich wie Zuckerwatte aufrollen und in den Ohren kleben bleiben. Read More