Matt Ryder

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Der Produzent, Sänger und Songwriter Matt Ryder aus Birmingham veröffentlicht mit “Soundless Motion” eine neue Single. Dabei erinnert mich der noch junge Engländer in erster Linie an DIY-Künstler wie arrange oder Mister Lies. Dieser melancholische Elektronikpop hat aber auch was von King Krule und monotonem Endachtziger HipHop. Der düstere Pop von Ryder wirkt in “Soundless Motion” gleichzeitig schwer und beflügelnd. Nachdem letztes Jahr seine Debüt EP “50FT” erschien, will sich Ryder mit dem Release einer zweiten EP Zeit lassen, um sich noch tiefer in seinen Sound einzufinden und diesen zuzuschneiden. Read More

Girls In Synthesis – Now Here’s An Echo From Your Future

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Girls In Synthesis
Now Here’s An Echo From Your Future

Harbinger Sound
VÖ: 28.08.2020

Seitdem die Promoausgabe von “Now Here’s An Echo From Your Future” vor mir liegt und ich mir immer wieder die Songs des Debütalbums der Engländer Girls In Synthesis anhöre, pendel ich zwischen unfassbar stark bis übelst nervig. Die Band zerstört meine Trommelfelle, mal weil ich zu sehr aufdrehe, mal weil ich es nicht aushalten kann. Der schroffe Post-Punk labt sich genüßlich an einem nostalgischen 70er Inselpunk und einem nicht totzukriegenden Noise a la METZA Place To Bury Strangers und Co. Ohne es despektierlich auszudrücken, klingen Girls In Synthesis wie Boy Divisions Profiklon mit eigenen Songs. Unlängst bestätigte mir Boy Division Drummer Boy Bernd “Die würde ich echt mal gerne live sehen. Generell möchte ich aber auch gerne mal wieder was live sehen”. Read More

Kevy Kev

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Kevy Kev, eigentlich Kevin Prochnow, seines Zeichens Bassist des Funk-Punk Kollektivs Just Friends, veröffentlicht mit “Deep Breath” einen neuen Track. Kevy Kev bleibt seinem Easy Listening und groovig schnulzigen Sound treu – wenn er nicht noch eine Schippe drauf legt. Mit seiner 2019er EP “Memphis Mixtape” sowie seinem ein Jahr davor erschienenen Album “The Science Of War, Men Love Wars” liegen bereits zwei ausgefeilte Werke der Öffentlichkeit vor. Die Mischung aus Country, 70s, Bassläufen und Orgelsounds sowie dreamiger Schmonzette scheint Kevy Kev durchs Mark zu gehen. Jedenfalls wird dieser nostalgische Popfunk der zarten Art und Weise mit “Deep Breath” weiter gesponnen. Wundervoll. Read More

Dikembe – Muck

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Dikembe
Muck

Skeletal Lightning
VÖ: 19.08.2020

Wenn man sich die Liste an Bands anschaut, mit denen Dikembe schon zusammen gearbeitet haben, kann man nur mit der Zunge schnalzen. Modern Baseball, Empire! Empire! (I Was a Lonely Estate), You Blew It! oder The Hotelier – um nur einige zu nennen. Mit ihrem 2016er Album “Hail Something” erreichten Dikembe aber erst mit ihrem dritten Album Gehör bei mir. Dass das alles schon wieder vier Jahre her ist, überraschte mich ein wenig. Songs wie “All Wrong” oder “Awful Machine” fanden nicht selten den Weg in meine Playlisten. Nun steht plötzlich mit dem vierten Album “Muck” neues Material zur Verfügung. Read More

Del Paxton

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Das aus Buffalo kommende Trio von Del Paxton veröffentlichte diese Woche eine 3-Track EP namens “September, Bedtime, Ontario”. Der Sound der drei Freunde Dylan England, Greg McClure und Zack Schoedel beinhaltet herzergreifende Hooks und Riffs, melodische Sensibilität und viel Emo-Nostalgie. Die EP erscheint via Topshelf Records, erstmal nur digital. Während die Videoauskopplung “September” richtig schön kickt, versprüht der Song “Bedtime” deutlich mehr Melancholie. “Ontario” spiegelt dann die daraus folgende Schnittmenge wieder. Wundervolle drei Songs sind das, die Gefühl und Spielfreude auf den Punkt bringen. Read More


Tune of the Week: Toi Let – Give Me Back My Man

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Die schwedischen Post-Punker von Toi Let melden sich mit einer starken The B52s Coverversion von “Give Me Back My Man” zurück. Zuletzt wurde meines Wissens eine Art Best Of im Jahre 2017 zusammengestellt. Ihre EP “Lord Of The Rings” aus dem Jahre 2014 gilt nach wie vor als unglaublich starker Geheimtip. Der Output der Band hält sich in Grenzen, wie man bemerkt. Umso mehr freut es mich, dass es mit “Give Me Back My Man” endlich neues Material gibt, auch wenn es ein Cover ist. Aber Songauswahl und die minimalistische Interpretation dieses Klassikers aus 1980 stehen Toi Let sehr sehr gut. Read More

Daily Thompson – Oumuamua

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Daily Thompson
Oumuamua

Noisolution
VÖ: 21.08.2020

Irgendwie bedeuten Daily Thompson für mich immer ein gewisses freies und unbekümmertes Lebensgefühl, ja wenn nicht so gar eine Art anarchistische Urgwalt, die diese Musik gleichermaßen aus Bauch und Herz ausdrückt. Natürlich lässt sich alles bequem unter dem Deckmantel Rock eintüten. Doch das Enfant Terrible aus Dortmund verwurschtelt mit ihren Möglichkeiten weit mehr. Grunge, Garage, Blues, Psychdelic, Noise, Desert und nicht zuletzt Stoner – eine Entwicklung, die hörbar ist und in ihrem neuen Werk “Oumuamua” ihre aktuellste und frischeste Sperrspitze scharf macht. Read More

neànder

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Das Berliner Doom-, Ambient- und Black-Metal Kollektiv neànder veröffentlicht mit “Eremit” einen neuen Song. Nachdem im Februar 2019 ihr selbstbetiteltes Debütalbum und Ende August des letzten Jahres der Non-Album-Track “mãlven” veröffentlicht wurden, legt der Instrumentalvierer nun nach. Der neue Auswurf namens “Eremit” ist Titeltrack und Vorbote zum zweiten Werk der Band, welches am 9. Oktober 2020 via Through Love Records auf den Markt kommt. Read More

Gregory Uhlmann – Neighborhood Watch

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Gregory Uhlmann
Neighborhood Watch

Topshelf Records
VÖ: 24.07.2020

Bei dem Namen Uhlmann schrecken wir im deutschsprachigen Raum ja immer auf. Sei es total be- oder entgeistert. In diesem Fall handelt es sich aber nicht um einen Familienangehörigen des norddeutschen Springsteen Look-A-Likes, sondern um Gregory Uhlmann, seines Zeichens Mitglied in Bands wie Perfume Genius, Fell Runner sowie dem Improvisations-Trio Typical Sisters. 2016 veröffentlichte Uhlmann sein Solodebüt “Odd Job” beim Underground Label Dog Legs Music. Nun folgte mit “Neighborhood Watch” Soloalbum Nummer zwei. Und das bei Topshelf Records. Wer jedoch knackigen Post-Rock oder introvertierten Punk hier vermutet, wofür Topshelf Records hauptsächlich bei mir abgespeichert ist, der liegt falsch. Uhlmann snoozed dich mit gefühlvollen und äußerst melancholischen Balladen ein und besitzt einen sympathischen Hang zum Easy-Listening Sound. Read More

Fontaines D.C. – A Hero’s Death

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Fontaines D.C.
A Hero’s Death

Partisan Records / PIAS
VÖ: 31.07.2020

Nach ihrem großartigen Debütalbum “Dogrel” legen die Iren von Fontaines D.C. nur ein Jahr später mit neuem Album nach. “A Hero’s Death” nimmt gekonnt den Staffelstab seines Vorgängers auf, bleibt aber im Gesamtpaket deutlich exzentrischer. Dass das Quintett überdurchschnittlich eigen ist, konnte man 2019 nicht nur an Hits wie “Boy In The Better Land” oder “Liberty Belle” hören, sondern auch in ihrer Liveperformance stets beobachten. Die Mischung aus eingängigen, druckvoll und treibendem Post-Punk, verknüpft mit einer überzeugenden ‘Gegen-den-Strom’-Haltung zog und zieht nach wie vor an. Während der Titeltrack und die gleichzeitig erste Singleauskopplung “A Hero’s Death” noch eine Fortsetzung mit gleicher “Dogrel”-Durchschlagskraft prognostizierte, zünden die restlichen zehn Songs des Zweitwerks zwar später, dafür aber um einiges intensiver. Read More