Garrison – TV Or The Atom Bomb

By | Plattenkoffer, Records
Garrison
TV Or The Atom Bomb

Arctic Rodeo Recordings
VÖ: 31.07.2020 (digital & Vinyl)

Garrison gehören zu den eher unbekannteren Bands eines Genres, dass in der Retrospektive immer ein bisschen belächelt wird. Dabei war das, was wir damals Emo-Core nannten, eine interessante und vielseitige Mischung aus Punk, Hardcore, Grunge, Shoegaze und allerlei anderer Einflüsse. Garrison, die sich bereits 1996 gründeten, veröffentlichten zu Beginn der 2000er-Jahre zwei Alben auf Revelation Records, bevor sie sich 2004 wieder auflösten. Mit “TV Or The Atom Bomb” veröffentlicht die Band eine Sammlung von Raritäten, B-Seiten und unveröffentlichtem Material Read More

Owen – The Avalanche

By | Records
Owen
The Avalanche
Big Scary Monsters
VÖ: 19.06.2020

American Football-Sänger & Gitarrist Mike Kinsella veröffentlicht mit “The Avalanche” sein mittlerweile zehntes Solo-Album. Dabei bleibt er sich selbst über weiter Strecken treu und verzaubert seine Hörerschaft mit wundervoll melancholischen Songs. Das Problem ist nur, dass man das alles schon mehrmals von ihm gehört hat. Read More

The Jayhawks – XOXO

By | Records
The Jayhawks
XOXO
Sham Records / Thirty Tigers
VÖ: 10.07.2020

The Jayhawks sind zurück. Okay, das ist gelogen. Denn wenn man es genau nimmt, war die Band um Sänger Gary Louris lediglich zwischen 2004 und 2009 von der Bildfläche verschwunden. Bereits 2011 veröffentlichten The Jayhawks mit “Mockingbird Time” wieder ein viel beachtetes und sehr erfolgreiches Comeback-Album. Nur mitbekommen hat das hierzulande lediglich ein kleiner Kreis von Eingeweihten. Das wird sich mit dem nun erscheinenden elften Album “XOXO” wahrscheinlich nicht ändern. Was sehr schade ist, denn verdient hätte die Band es. Aber immerhin hab ich sie nun wieder auf dem Schirm. Willkommen zurück! Read More

TRIXSI – Frau Gott

By | Records
TRIXSI
Frau Gott

Glitterhouse Records
VÖ: 26.06.2020 

Eins vorweg, diese Plattenkritik können wir nicht wirklich objektiv gestalten. Simon, Herausgeber und Gründer dieser wundervollen Seite, ist seit mehreren Jahren eng mit Glitterhouse Records verbunden und der Autor dieser Zeilen spielt seit mehr als 10 Jahren mit Jörkk Mechenbier zusammen in der Band Schreng Schreng & La La. Aber das darf ja kein Grund sein, dieses wundervolle Album nicht zu besprechen. Also los geht’s.

Zunächst gibt es also ein paar Fakten. Die Mitglieder von Trixsi spiel(t)en auch in anderen Bands. Love A, Herrenmagazin, Findus und Jupiter Jones, das klingt schon ein bisschen nach deutscher Indie-Supergroup. Die Mitglieder selbst beschreiben sich wie folgt: “Bisschen Keller, bisschen dreckig, bisschen Rock, ganz viel Hamburg!” Read More

Belts – Belts

By | Records
Belts
Belts

Anette Records
VÖ: 13.05.2020

Vor einigen Wochen gab mir ein Freund den Tipp, mir doch unbedingt den Song “Almost Always” von der Band Belts anzuhören. Der Gute wusste, dass ich The Lemonheads und Dinosaur Jr. liebe und auch sonst der amerikanischen Indie-Szene der 1990er-Jahre sehr zugetan bin. Klar, dass mich der Song direkt umgehauen hat. Hier stimmt nämlich alles. Melodie, Gitarre, Gesang und Produktion ergeben ein homogenes Ganzes, dass in seiner Einfachheit ziemlich perfekt ist. Vor Kurzem ist nun das Debütalbum der Band erschienen. Ob es das Niveau der Vorab-Single halten kann? Read More

Diet Cig – Do You Wonder About Me?

By | Records
Diet Cig
Do You Wonder About Me?

Frenchkiss Records
VÖ: 01.05.2020

Mitte der 1990er-Jahre, nach dem großen Grunge-Hype, veröffentlichte Sub Pop Records einige richtig gute Indierock-Alben. Viele davon mit Frauengesang, wie es damals gefühlt viel häufiger der Fall war, als heute. Bands wie Jale oder die Velocity Girls schrieben ein paar Hymnen für die Ewigkeit, auch wenn sich 25 Jahre später nur noch ein kleiner Kreis von Musiknerds daran erinnern wird. Das neue Album von Diet Cig erinnert mich ein wenig an diese Zeit, in der “female fronted” noch nicht als Genre-Bezeichnung notwendig war und eine tolle Melodie, das war, was sie vordergründig auch sein sollte: Eine tolle Melodie. Read More

Akne Kid Joe – Die große Palmöllüge

By | Records
Akne Kid Joe
Die große Palmöllüge

Kidnap Music
VÖ: 03.04.2020

Verweigerungshaltung und Angepisstheit finde ich per se sympathisch. Wenn beides dann auch noch mit einer Priese Humor vermischt wird, wird es zusätzlich auch noch interessant. Akne Kid Joe schaffen es auf ihrem zweiten Album “Die große Palmöllüge” weiterhin die angepissten Punks zu mimen, sich dabei aber auch nicht all zu Ernst zu nehmen. Read More

Tears For Fears – Songs From the Big Chair (Vinyl-Reissue)

By | Plattenkoffer
Tears For Fears
Songs From The Big Chair

Mercury Records
VÖ: 13.03.2020

Tears For Fears gehören wohl zu den bekanntesten Bands der 1980er-Jahre. Bereits ihr Debütalbum “The Hurting” (1983) eroberte in England die Spitze der Albumcharts. Das lag mit Sicherheit auch an den schlau gewählten Single-Auskopplungen. Schließlich sind “Mad World” und “Change” bis heute ziemlich zeitlose Klassiker. Das 1985 folgende Album “Songs From The Big Chair” wird nun erneut auf Vinyl veröffentlicht – als limitierte Picture LP. Read More

Beach Slang – The Deadbeat Bang Of Heartbreak City

By | Records
Beach Slang
The Deadbeat Bang Of Heartbreak City

Bridge Nine Records
VÖ: 10.01.2020

Beach Slang gehörte 2014 und 2015 für mich zu den besten Bands auf diesem Planeten. Ich weiß gar nicht, wie oft ich diese Band zu dieser Zeit live gesehen habe und wie oft ich den Song “American Girls and Frech Kisses” in voller Lautstärke beim ersten Wochenend-Bier durch die Wohnung gefeuert habe. Fünf Jahre später ist die Magie, die diese Band für mich ausgemacht hat, vollkommen verloren gegangen. So verloren, dass ich nicht einmal mitbekommen habe, dass die Band um Sänger und Gitarrist James Alex im Januar ein neues Album veröffentlicht hat. Read More

Kettcar (Support: Schrottgrenze) – Stahlwerk | Düsseldorf, 26.Januar2020

By | Live
Ich habe ganz vergessen, wie groß das Stahlwerk in Düsseldorf ist. Ehrlich gesagt, bin ich kurzfristig etwas irritiert. Das hatte ich so wirklich nicht mehr in Erinnerung. Ich vergesse aber auch immer wieder, wie groß Kettcar mittlerweile sind. Seit ihrem Comeback-Album “Ich vs. Wir” (2017) sind die Hallen nämlich immer größer geworden. So groß, dass sie in Köln sogar das Palladium ausverkaufen konnten. Es sei ihnen von Herzen gegönnt. Genauso, wie die Pause, die die Hamburger Indie-Institution nach der aktuellen Tour wieder einlegen möchte. Aber so weit ist es noch nicht. Und ein letztes Mal möchte ich die Band doch auch noch einmal erleben. Read More