Fat White Family – Serfs Up!

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Fat White Family
Serfs Up!

Domino Records
VÖ: 19.04.2019

In Klammern der beiliegenden Info des neuen Fat White Family Albums “Serfs Up!” steht “The Difficult 3rd Album”. So würde man den am kommenden Freitag erscheinenden Lonplayer der Südost-Londoner wohl ziemlich authentisch beschreiben. Wer eine Fortführung des verrückten und aufwirbelnden Sounds von “Champagne Holocaust” (2013) und “Songs For Our Mothers” (2016) erwartet, wird angesichts der lethargisch und langgezogenen Songs überrascht sein. Der anfängliche Post-Punk der Band gepaart mit Lo-Fi, Funk und Garage ist nur noch in der Grundstruktur erkennbar. Zu sehr überwältigt Pop-Art und Punk-Avantgarde. “Serfs Up!” gibt der fetten weißen Familie ein Zukunftsgesicht und dürfte künstlerisch das bisher beste Album der Engländer sein. Read More

Sunset Rollercoaster

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Seit meinem zweiwöchigen Taipeh Aufenthalt habe ich ja Taiwan in mein Herz geschlossen. Die vielen Scooter und der chaotische Verkehr, die Dumplings in der Suppe, die Bubble Teas, die Shisha Bars sowie die kleinen Garagenläden, die mal als tatsächliche Scooter Garage und Werkstatt, mal als Obst- und Gemüseladen, mal als Imbiss und Grillbude und oftmals als kleiner Kiosk umfunktioniert werden. Musikalisch jedoch war die Schnittmenge äußerst gering, bzw. existierte quasi nicht. Das Sextett Sunset Rollercoaster ist einer der wenigen Beispiele, dass es doch funktionieren kann. Read More

Tune of the Week: Bleached – Shitty Ballet

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Bleached neuer Song ist das erste musikalische Lebenszeichen von den beiden Geschwistern Jessica und Jennifer Clavin seit der “Can You Deal”-EP von 2017. “Shitty Ballet” startet als folkig eingängiger Indiesong und erinnert in Teilen an Tilly And The Wall und frühen Rilo Kiley Sachen mit einer deftigen Portion Hole – besonders natürlich wenn der Song gegen Ende mit kompletter Band ausbricht. Dabei klingt “Shitty Ballet” stets roh, unverbraucht und catchy. Read More

Nirvana – Live At The Paramount (Doppelvinyl)

By | Plattenkoffer
Nirvana
Live At The Paramount (Doppelvinyl)

Geffen Records / Universal
VÖ: 12.04.2019

Am 5. April 2019 jährte sich Kurt Cobains Todestag zum 25. Mal. Ich muss gestehen, ich habe dieses Datum und das kurze aufplöppen der Info auf den verschiedenen social media-Kanälen in diesem Jahr tatsächlich nur kurz zur Kenntnis genommen. Viel zu sehr habe ich mich in den vergangenen Jahrzehnten mit Cobain, seiner Band Nirvana, den verschiedenen Dokumentationen und den vielen geschriebenen Biografien beschäftigt. Dabei ist mir allerdings einzig “Come As You Are: The Story Of Nirvana” von Michael Azerrad wirklich positiv in Erinnerung geblieben und sei dem geneigten Fan sehr ans Herz gelegt. Aber einen neuen Erkenntnisgewinn werde ich bei all den “Jubiläen” wohl nicht mehr erlangen. Read More

wearemarvin

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Bereits Anfang März erschien die Debüt EP der Hamburger Indiepoppunker von wearemarvin. Nach “Sex On TV” (erschienen im Januar) und dem Song “Oh My, Oh My” (erschienen im Februar, inkl. Video) ist nun mit “Once” bereits die dritte Singleveröffentlichung aus ihrer selbstbetitelten 5-Track EP veröffentlicht worden. Der Sound schwingt sich retrolike zwischen Iggy Pop und The Strokes – alles mit einer gewissen trashigen Lo-Fi Attitüde. Ich muss immer wieder an die Hamburger Band One Two Three Four denken, die mir 2005 mit ihrer Scheibe “Who’s Goin’ Down” den Garage-Beat-Indie versüßt haben. Read More

Symmetry Lover

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Als ich Symmetry Lover eher durch Zufall als Support von Rauchen gesehen habe, wusste ich noch nichts über den neuformierten Vierer aus Dortmund (Symmetry Lover bestehen aus ehemaligen Mitgliedern der Bands Antenna, Meraine und Remember). Immerhin ging ich mit einem Jutebeutel und einem Vermerk im Mobiltelefon nach Hause. Da stand: Nochmal in Ruhe reinziehen! Der noisdurchtriebene Sound ist dem Post-Hardcore zuzuordnen und hat zudem viel Punk und viel Krach intus. Dabei schwankt die Band immer wieder zwischen melancholisch ruhigen Parts und ausufernden Exzessen in Noise und Geschrei. Read More

Tune of the Week: Eamon McGrath – Guts

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Der kanadische Singer-/Songwriter Eamon McGrath meldet sich mit seinem neuen Song “Guts” zurück. Der Song ist gleichzeitig Vorbote und Titeltrack des im Herbst erscheinenden neuen Albums von McGrath. Seit 10 Jahren veröffentlicht der in Toronto ansässige Bartträger nun Musik. Vielleicht ist der äußerst griffige und gefühlsbetonte Song “Guts” ja sein Durchbruch hin zu einer größeren Aufmerksamkeit. Rein thematisch beschäftigt sich Eamon McGrath in “Guts” mit der Sinnlosigkeit einer Gesellschaft, in der Frauen und Männer nicht gleichberechtigt sind. Uns sprach “Guts” beim ersten Hören sofort an und so ist es nur logisch das Eamon McGrath mit seinem neuen Song und Video zum Tune of the Week erkoren wurde. Read More

Drowse

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Um musikalisch und gesellschaftlich abzuschalten, verschlug es Drowse Frontmann Kyle Bates von Portland nach Island, wo er meist abgeschottet und ganz alleine neue Energie sammelte und sich von einer atemberaubenden Natur treiben ließ. Wieder zu Hause angekommen verarbeitet Bates das Ganze weiter musikalisch. Erstes Ergebnis ist der Slowcore Track “Between Fence Posts”, welcher düster und herrlich tragend durch Bates intimstes Ich wandelt. Auf dem via The Flenser am 7.Juni herauskommenden Album “Light Mirror” werden dann weitere Sachen des Slowcore/Shoegaze-Sounds von Drowse veröffenlticht. Read More