Die Arbeit – Material

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Die Arbeit
Material

Undressed Records
VÖ: 21.02.2020

Energisch und wuchtig zeigt sich das Debütalbum der Dresdener Band Die Arbeit. Was zunächst durch Albumtitel und Albumcover als kalt eingestuft wird, entpuppt sich schnell als griffige Post-Punk- und Rock-Geschichte. In einem Genre, welches sich früher mit Fehlfarben, DAF oder auch Element Of Crime schmückte und heute Bands wie Messer, Isolation Berlin und Die Nerven hervorbringt. Die Arbeit fügt sich mit ihrem ersten Album “Material” da nahtlos ein. Die Produktion ist für ein Debüt beeindruckend und verleiht dem Soundgerüst durch treibende Schlagzeug- und Bassparts einen idealen Grundstock. Das ist ausdrucksstark, kunstvoll und theatralisch und beflügelt durch frische Gitarrenmelodien und Riffs dazu noch den poppigen Wave. Read More

TWINS – Soon

By | Records
TWINS
Soon

Through Love Records
VÖ: 14.02.2020

TWINS veröffentlichen mit ihrem Werk “Soon” ein griffiges und gleichzeitig aber auch ein kantenreiches Post-Hardcore, ja fast schon Math-Screamo Werk. Äußerst spannend – von vorne bis hinten. Dazu sind die teils harten und krachenden Songs nicht unbedingt unemotional. Die strukturellen Gegensätzlichkeiten fesseln enorm und wühlen mich innerlich ordentlich auf – im Positiven. Da bekommest du aus der Bahn fliegende Riffs oder chaotisch wirbelnde Drums um die Ohren gehauen und wirst in der nächsten Sekunde von einem emotionalen Break schon wieder auf einen anderen Planeten bugsiert. Dass das Ganze nicht in einem Nerven aufreibenden Chaos endet, hat dann mit der gelungenen Mischung zu tun. TWINS nutzen derart ihr Spektrum von laut und leise, von schnell und langsam aus, dass es einfach faszinierend ist und stets bleibt. Read More

Glacier Veins

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Wenn alles mal so unbeschwert und natürlich rüberkommen würde, wie Glacier Veins neuer Song “Driveway”. Vom ersten bis zum letzten Ton kaufe ich der Band alles ab. Catchige Mid-Tempo Nummer, die mich an ruhige Basement Songs erinnert. Die aber auch einen gewissen Hole-Touch besitzen. Und dazu diese wundervollen Menschen im von EJ Olson und Kristina Dawn geschaffenen Video. Am 28.Februar erscheint das dazugehörige Debütalbum “The World You Want To See” bei Equal Vision Records und Common Ground Collective. Read More

addy

By | News
Mit ihren vor kurzem veröffentlichten Tracks “Planted” und “Easier” machten addy auf sich aufmerksam. Generell machen Newsletter mit dem Absender Topshelf Records sowieso neugierig. Was mir dann musikalisch von addy ins Ohr gelegt wurde, hat nahezu sofort gezündet. Seichter Singer-/Songwriter Pop, der unaufgeregt, entschleunigend und anmutend daherkommt. addy spielen mit viel Empathie und Hingabe Read More


Video of the Week: Pearl Jam – Dance Of The Clairvoyants

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Nach zwei visuellen Vorläufern (“Dance Of The Clairvoyants” Mach I und II) veröffentlichten Pearl Jam letzte Woche Freitag ihre endgültige Videoversion der ersten Single ihres Ende März erscheinenden elften Studioalbums Gigaton. “Dance Of The Clairvoyants” (Mach III) ist eine äußerst gelungene und ästhetisch gewordene Mischung zwischen beeindruckenden Naturaufnahmen und der Band selber. Seit Beginn der Kampagne “Gigaton” ist klar, dass auch Pearl Jam ihre Stimme nutzen, um auf den Klimawandel und unsere bedrohte Zukunft aufmerksam machen, Read More

Nada Surf – Never Not Together

By | Records
Nada Surf
Never Not Together

City Slang
VÖ: 07.02.2020

Ob ich tatsächlich “So Much Love” aufbringen kann, um “Never Not Together” genauso hochzuloben, wie Nada Surfs grandiosen Werke “Let Go” (2002), “The Weight Is A Gift” (2005) oder “Lucky” (2008)? Ich weiß es nicht. Natürlich wäre ein strikter Vergleich zu den alten Meisterwerken grundlegend falsch. Die anfängliche Enttäuschung über die erste Single “Something I Should Do” und die plötzlich aufkommende, wohltuende Freude über die zweite Single “Looking For You” beschreiben ganz gut, in welch einem Dilemma ich mich befinde. Irgendwie werde ich von einem weiteren Popsong zu schnell satt und auf der anderen Seite ergreift dich dann doch wieder dieser musikalische Herzensmoment, der dir eine gewisse Schwerelosigkeit in den Bauch zaubert. Nichtsdestotrotz, Nada Surf gehören zu den bedeutendsten Bands, die ich in den letzten drei Jahrzehnten mit mir rumschleppte. Und um ehrlich zu sein, hab ich ein wenig Angst, dass nach ihrem “You Know Who You Are” Album, die Band sich weiter im musikalisch Belanglosen verirrt. Read More

Automatic – Bumann & SOHN | Köln, 4.Februar2020

By | Live, On Tour
Im vergangenen Jahr konnten Automatic mit ihrem Debütalbum “Signal” schon so einige Fans für sich gewinnen. Der nostalgisch angehauchte und gitarrenlose, teilweise minimalistische und doch dröhnende Sound wandelt auf einer melancholischen Welle zwischen New Wave und Post Punk. Gradlinig, man könnte fast schon störrisch meinen, kann dich “Signal” in den Bann ziehen. Am letzten Dienstag konnten wir Izzy Glaudini (Synths, Vocals), Lola Dompé (Drums, Vocals) und Halle Saxon (Bass, Vocals) dann live im gut gefüllten Bumann & SOHN in Köln erleben. Read More

Beach Slang – The Deadbeat Bang Of Heartbreak City

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Beach Slang
The Deadbeat Bang Of Heartbreak City

Bridge Nine Records
VÖ: 10.01.2020

Beach Slang gehörte 2014 und 2015 für mich zu den besten Bands auf diesem Planeten. Ich weiß gar nicht, wie oft ich diese Band zu dieser Zeit live gesehen habe und wie oft ich den Song “American Girls and Frech Kisses” in voller Lautstärke beim ersten Wochenend-Bier durch die Wohnung gefeuert habe. Fünf Jahre später ist die Magie, die diese Band für mich ausgemacht hat, vollkommen verloren gegangen. So verloren, dass ich nicht einmal mitbekommen habe, dass die Band um Sänger und Gitarrist James Alex im Januar ein neues Album veröffentlicht hat. Read More